Sie klettern in der Brugger Altstadt um die Wette und trotzen der Schwerkraft

Im Gravity Check in der Brugger Altstadt kann man dieses Jahr nicht nur buchstäblich abhängen. Bei der «Boulder Comp» kann man sich während des Winters auch fit halten.

Jeder ist schon mal als Kind an einem Baum hochgeklettert oder hat versucht, wie ein Affe an einem Gerüst rumzuhängen. Tatsächlich gibt es eine Sportart, an der man Ähnliches praktiziert: Bouldern. Dabei klettert man ungesichert an Felsblöcken oder -wänden oder an künstlichen Kletterwänden herum, die sich in Absprunghöhe befinden – eine Höhe, von der man ohne Verletzungsgefahr auf Matten abspringen kann. Dieser Disziplin kann man dank des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) in der Brugger Altstadt nachgehen.

Bouldern ist für jeden geeignet

Seit diesem Herbst hat die Schweiz auch eine Boulder-Weltmeisterin: Petra Klingler. Trotzdem ist das Bouldern nicht nur ein Sport für Profi-Athleten. Michael Frei (30), Vereinsmitglied des SAC Brugg, meint: «Grundsätzlich kann jeder bouldern, der Lust dazu hat. Wir haben immer wieder sowohl ganz junge Kletterer als auch hin und wieder Pensionierte, die sich hier in unserem Übungsraum austoben.»

Vorkenntnisse seien nicht nötig, um mitzumachen. «Es gibt keinen Einstiegslevel, den man haben muss», sagt Frei. «Wer es ausprobieren möchte, kann auch in Turnschuhen an den Wänden herumklettern.» In einem zweiten Schritt merke man aber relativ schnell, dass Kraft, Ausdauer und Technik doch sehr wichtige Komponenten sind, führt Frei aus. «Teilweise müssen relativ wilde Bewegungen an den Wänden gemacht werden, damit man sein Ziel erreicht.»

Anfänger würden auch rasch merken, dass Kletterfinken viel angenehmer zum Klettern sind als Turnschuhe. Das seien aber Dinge, die man im Laufe der Zeit beim Üben und Ausprobieren lerne.

Vor kurzem wurde der Trainingsraum in der Altstadt ausgebaut. Um diesen besser zu nutzen und um die Leute auch im Winter zum Sport zu motivieren, «hatten wir die Idee, einen Wettbewerb zu organisieren», sagt Frei.

Beim Wettbewerb müssen 50 verschiedene Routen gemeistert werden. Die Routen, die es zu schaffen gilt, ändern sich stets, und die Schwierigkeitsgrade steigen, werden kniffliger. Wer bis zum Ende des Wettbewerbs die meisten Routen geklettert hat, kann unter anderem ein Jahresabo für den Kletterraum in der Altstadt gewinnen.

Wen die Kletterlust packt, kann ab dem 28. November bis zum 26. Februar jederzeit im Gravity Boulderraum in Brugg sein Können unter Beweis stellen. Der Final findet dann am 4. März 2017 statt.

Sie klettern in der Brugger Altstadt um die Wette und trotzen der Schwerkraft

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