Vindonissaparkfest: Einmal schlemmen wie ein römischer Kaiser

Römisch essen ist gar nicht so einfach: Man liegt dabei auf dem Bauch und hat nichts als einen Löffel zu Hilfe. Wie lecker das aber sein kann, zeigte das Vindonissaparkfest.

«Herzlich willkommen zu meinem Gelage!», begrüsst der Centurio persönlich seine Gäste im Hauptgebäude des Legionärspfads. «Ich bitte euch, zu meinem Sklaven Alius hinüberzugehen, um euch die Hände zu waschen.» Ein Mann steht vor einer grossen Schüssel voll Wasser und hält ein Handtuch bereit. Danach dürfen sich die Gäste ein weisses Gewand mit Strick als Gürtel überziehen. Angezogen und sauber geht es weiter zu den «Lectus Triclinaris», den Speisesofas. Diese sind hufeisenförmig um Tische aufgestellt. «Wer sich auf das Speisesofa legt, sollte dabei beachten, dass es bei den Römern zum Anstand gehörte, wenn man die Schuhe auszog», so Caius, ein weiterer Darsteller des Vindonissaparks.

Ein epochengerechtes Mahl

Als Apérogetränk erhalten die Gäste Tonkelche voll gesüsstem und gepfeffertem Weisswein, gemischt mit Honig. Ein Blick in die Runde verrät, dass der Wein den Gästen sehr gut schmeckt. Auch beim Menü achtet der Gastgeber auf epochengerechte Speisen und Bräuche. Ein Mahl wurde zu Zeiten der Römer immer mit einer Eispeise begonnen und mit einer Apfelspeise beendet. Die Vorspeise: in Dessertwein eingelegte Aprikosen, gefüllte Datteln und natürlich Ei mit Pinienkernpaste. Weiter geht es mit Poulet an Pflaumensauce, Linsen mit Kastanien, Lauchgemüse mit Koriander und Honig und Pastinaken. Um den Brauch abzuschliessen, gibt es Frischkäseküchlein mit Honigapfelwürfeln als Dessert. Doch so herrlich das Menü auch klingt, so herausfordernd ist der Verzehr: Alles auf dem Bauch liegend, mit einem Löffel als einzigem Hilfsmittel. Die Folge: fragende und überforderte Blicke aber auch ausgelassenes Gelächter.

Gesamtpaket Vindonissapark

Schon zum zweiten Mal fand am Sonntag das Vindonissaparkfest zum Thema Römer in Windisch statt. Römisch essen konnte man aber schon zum dritten Mal. «Der Legionärspfad ist, neben der Geschichte der Habsburg und dem Kloster Königsfelden, eine Säule des Vindonissaparks. Wir wollen den Park nach dem Motto ‹Römer und Habsburg erleben› an ein breites Publikum bringen. Einiges – wie Legionärspfad oder Vindonissa-Museum – ist bereits gut bekannt. Jedoch ist es unser Ziel, das Gesamtpaket Vindonissapark zu stärken», so Rahel Göldi, Leiterin Legionärspfad Windisch. Die Rechnung geht auf: Bereits zur Mittagszeit überholte die Besucherzahl des diesjährigen Fests die Gesamtzahl des Vorjahrs.

Mehr Infos zum Vindonissapark finden Sie unter www.vindonissapark.ch

Vindonissaparkfest: Einmal schlemmen wie ein römischer Kaiser

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