24-Stunden-Lauf: Hier kommt der 94-jährige Albert Stricker ins Ziel

Zum 10. Geburtstag des 24-Stunden-Laufs im Schachen waren auch etwas prominentere Teilnehmer am Start. Der Brugger Ultraläufer Simon Schmid etwa. Oder der 94-Jährige Albert Stricker, der den 6-Stunden-Lauf absolvierte – «mit Vergnügen».

 

Sonnenschein, ein klarer Himmel und angenehme Temperaturen: Die perfekten Voraussetzungen für ein aktives Wochenende waren gegeben. Das traf sich gut, wurde doch der Sportplatz im Brugger Schachen von ausdauernden Laufwütigen in Beschlag genommen: Zum 10. Mal fand der 24-Stunden-Lauf auf der Schachenrunde statt. Ab Samstagmittag bis Sonntag, 12 Uhr, wurde gerannt und gelaufen, was das Zeug hält. Selbst nachts fehlte es den Teilnehmern keineswegs an sportlichen Tatendrang.

Ene, mene, muh

Für die Läufer, die nicht 24 Stunden lang schwitzen mochten, gab es weitere Optionen, um am Lauf teilzunehmen. Man konnte zwischen drei Laufzeiten auswählen. Sechs, zwölf und 24 Stunden. In dieser Zeit galt es so viele Kilometer wie möglich zu rennen oder zu laufen, dies im eigenen Tempo. Auch konnte man den 12- oder 24-Stunden- Staffellauf rennen. Gleiches galt ebenso für den Sponsorenlauf. «Ein solcher Lauf ist besonders gut und beliebt bei Sportvereinen oder bei Arbeitsteams. Sie stärken den Zusammenhalt und die Moral und man kann im Nachhinein sagen, dass man etwas gemeinsam erreicht hat», so Organisator Fredi Büchler.

Auch Leistungssportler dabei

Auch bekannte Gesichter sind vertreten. Der Brugger Ultraläufer Simon Schmid lief den 24-Stunden-Lauf mit. Der dreifache Schweizer Meister hatte Anfang des Jahres einen schweren Unfall und lief dieses Wochenende seinen ersten Langstreckenlauf des Jahres. Die letzte Ehrenrunde sogar mit wehender Schweizer Flagge.
«Ich besitze drei Schweizer Meistertitel, konnte aber noch nie einen Lauf in meinem Heimatort laufen. Das ist für mich ein sehr spezieller Moment, der mich durchaus sehr stolz macht», so Schmid. Gesundheitlich geht es Schmid mittlerweile wieder gut.

Zu alt gibts nicht

Eine weitere bekannte Persönlichkeit unter den Läufern ist Albert Stricker. Der 94-jährige St. Galler lief zum ersten Mal in Brugg mit.
«Für mich war das ein enormes Vergnügen. Hier ging es nicht darum, schnellstmöglich von A nach B zu kommen. Man hat eine Zeitangabe und in dieser Zeit soll man so viele Kilometer wie möglich, im eigenen Tempo rennen. So etwas finde ich sehr angenehm», erklärt Stricker, sichtlich müde. Der Rentner lief den 6-Stunden-Marathon. Weiter erzählt Stricker, dass er, seit seine Frau komplett pflegebedürftig geworden ist, das Laufen zurückgestellt hat. Erst vor drei Monaten hat er, auch auf Wunsch seiner Frau, wieder angefangen zu laufen. «Solange ich laufen kann, kann ich meine Frau vollumfänglich pflegen, was ich nach 75 Jahren Ehe sehr gerne für Sie mache.»

Hier geht`s zum Originalartikel: 24-Stunden-Lauf: Hier kommt der 94-jährige Albert Stricker ins Ziel

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