„Hereinspaziert in die gute Stube“!

Athen: Holzpaletten stehen vor einem geschlossenen Geschäft. Darauf etwas, dass einer Matratze ähnelt. Darüber liegt eine alte Decke mit einem Kissen. An den Wänden des Gebäudes hängen Bilder. Zwischen den Säulen des Gebäudes ist ein Seil gespannt, woran eine Art Vorhang hängt. Alles weisst darauf hin, dass ein Obdachloser in dieser Ecke schläft, ja sogar lebt.

Betrachtet man das Bild zum ersten Mal, wirkt es dennoch freundlich, farben- und lebensfroh, ja fast schon einladend. Die Farbenkonstellation ist sehr angenehm zum Anschauen und eröffnet erst beim zweiten Hinsehen, dass es sich um eine Schlafstelle eines Obdachlosen handelt und situativ alles andere als farben- und lebensfroh ist.

Eva Borners Arbeit entstand durch die anhaltende Wirtschaftskrise in Griechenland und die damit verbundenen brutalen Sparmassnahmen, unter denen Griechenland seit 2009 leidet. Borner fotografierte in Athen vier Schlafplätze von Randständigen. Dennoch wurde keiner dieser Randständigen abgelichtet. Die Künstlerin hat sich während ihrer Recherche von Obdachlosen durch Athen führen lassen, um somit einen anderen Blickwinkel auf die soziale Realität zu erzeugen. Als Unterstützung geht der Erlös der verkauften Bilder an die Obdachlosen des jeweiligen Schlafplatzes, dessen Bild verkauft wurden.

„Hereinspaziert in die gute Stube“!

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