Unwetter verwüstet Schulanlage von Aargauer Ehepaar in Kenia

Antonio und Rita Gigliotti, die in der Region Brugg und Baden arbeiten und wohnen, sind die Gründer der «AntoRita Academy» in Kenia. Kürzlich tobte ein starker Sturm in Afrika und hat auch ihre Academy in Mitleidenschaft gezogen.

Das Ehepaar Antonio und Rita Gigliotti ist bekannt für ihr Afrika-Hilfswerk in Ukunda, Kenia, das sie seit über 20 Jahren mit viel Herzblut pflegen und hegen. Besonders heftig traf sie deshalb kürzlich die Nachricht, dass ein Unwetter für erheblichen Schaden gesorgt hat. Ein grosser Baum, der zur Verschönerung der Schulanlage gepflanzt wurde, entwurzelte, fiel über eine erst kürzlich fertiggestellte Überdachung und zerstörte diese. «Mein erster Gedanke war, hoffentlich ist den Kindern nichts passiert», erzählt Rita Gigliotti, Eigentümerin des Nähateliers Rita in der Brugger Altstadt. «Der Baum wurde damals gepflanzt, um der Schule etwas Grünes zu schenken», fährt Rita Gigliotti fort. «Auch die Blumen um den Stamm riss der Baum mit aus der Erde.» Der Grund des Vorfalls war ein starkes Unwetter, das über Ukunda hinwegzog. «Da es dort stark geregnet hatte, wurde der Boden aufgeweicht. Und weil die Bäume ihre Wurzeln nicht tief, sondern eher breit schlagen, verlor der Baum durch die nasse Erde seinen Halt und kippte», erklärt Antonio Gigliotti sichtlich betrübt.

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Glück im Unglück

Den Kindern und der Lehrerschaft ist glücklicherweise nichts zugestossen, berichtet das Ehepaar. Die Schäden hingegen sind mit Kosten verbunden. «Nur die Reparatur der Überdachung wird rund 1300 Franken kosten», spekuliert Antonio Gigliotti. «In Anbetracht des Schadens, der entstanden ist, sind die Kosten für Schweizer Verhältnisse eher tief, jedoch ist das in Ukunda sehr viel Geld. Der Betrag entspricht dem Gehalt eines Arbeiters von zwei Jahren».

Die 100 Meter lange Überdachung wurde erst vergangenen Februar vom Ehepaar Gigliotti fertiggestellt und diente dazu, den Kindern einen schattigen Platz zu bieten, damit diese nicht unter der prallen Sonne lernen oder Pause machen mussten.

Noch kein Nachfolger gefunden

Weitere Kosten und Reparaturen würden wohl noch folgen, befürchtet Antonio Gigliotti. «Leider wissen wir noch nicht, was sonst noch kaputt gegangen ist. Vorläufig werden wir von Leuten vor Ort informiert, was der Stand der Dinge ist, bis wir dann nächstes Jahr wieder hinreisen werden.» Bereits Ende des vergangenen Jahres stand die Frage im Raum, wer das Hilfswerk in Kenia weiterführen soll, wenn Gigliottis in den Ruhestand treten.

Obwohl mittlerweile viele Optionen vorliegen, ist noch kein Nachfolger gefunden. «Wir können die Schule nicht einfach irgend einem Dahergelaufenen überlassen, der von nichts eine Ahnung hat und davon profitieren möchte», erklärt Rita Gigliotti besorgt. «Wir wollen sowohl die Kinder als auch die Schule in guten Händen wissen.» Eine gute Schulbildung soll den Kindern auch in Zukunft ermöglicht werden.

Tatsächlich haben die gebürtigen Italiener bereits diverse Adressen und Kontakte gesammelt, diese allerdings noch nicht aktiv kontaktiert. «Wir möchten uns erst sicher sein, bevor wir den nächsten Schritt machen und jemanden kontaktieren», hält Rita Gigliotti fest. Die Suche nach einer würdigen Nachfolge geht also weiter. Für Vorschläge und Anregungen sind Gigliottis dennoch weiterhin offen und ebenso für jede weitere Spende auf folgendes Konto dankbar.

Spenden für die «AntoRita Academy»in Kenia an

Antonio Gigliotti
Gassäckerstrasse 21
5442 Fislisbach
Konto 50-69-8 (Hypothekarbank Lenzburg, 5600 Lenzburg)
IBAN: CH45 0830 7000 0788 9003 9

Auskünfte zum Hilfsprojekt
Rita Gigliotti
Atelier Rita
Hauptstrasse 35
5200 Brugg
Telefon 056 442 16 29

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