Tausende wollen Schweizer Fleisch brutzeln sehen

Die Hitze kommt nicht von der Sonne – sondern von aufgereihten Grills. Der Grund: 54 Grilleure kämpfen um den Sieg. Eine heisse Sache.

Bereits um 10 Uhr haben sich die Amateur-Grillwettstreiter versammelt, um sich für den grossen Wettkampf im Rahmen der Veranstaltung «beef.ch» bereitzumachen. Eine grosse Grillstation steht inmitten des Festplatzes auf dem Campusgelände in Brugg-Windisch. Dort versuchen sich die Teilnehmer der «Bell BBQ Single Masters», ab 11 Uhr mit ihren Grillkünsten zu übertrumpfen. Ein Kampf um das heisseste und schmackhafteste Stück Fleisch entfacht. Dem Sieger winkt ein zweiwöchiger Trip für zwei Personen nach Lynchburg, Tennessee (USA) an die Jack Daniel’s World Championship Invitational Barbecue.

Auf die Plätze, fertig, grilliert!

Insgesamt nehmen 54 Personen am Einzel-Wettkampf teil. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung nicht nötig. Ganz nach dem Motto: Wer Lust hat zu grillieren, grilliert. Die Teilnehmer werden in sieben Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen bekommen je drei Juroren zugeteilt, die das gegrillte Menü degustieren und mit 0 bis 9 Punkten beurteilen. «Die Juroren sind ausgebildete Freiwillige, die wissen, wie und nach welchen Kriterien man das Essen bewerten muss», so Werner Kurmann, Jury Marshall der Swiss Barbecue Association. Der Sieger aus den sieben Gruppen und ein Zweitplatzierter, mit der höchsten Punktezahl, stehen am Ende der Bewertung im Halbfinale und später, nach dem gleichen System, auch im Finale.

Läuft man weiter – weg von dem schmackhaften Duft von mariniertem und gegrilltem Fleisch – den Fressständen und den Krömli-Wagen entlang, gelangt man zu einer Ecke der Veranstaltung, die tierisch ist. Hier kommt man buchstäblich «Auf die Kuh». Im Rahmen des Vereins Mutterkuh Schweiz steht ein Informationsstand mit Spielen und Broschüren, die sowohl den Verein als auch die Philosophie der Natura-Beef-Produkte den Leuten näher bringen sollen. «Dass die Grillmeisterschaft gleich nebenan läuft, passt perfekt zu unserem Konzept. Wir von Mutterkuh Schweiz wollen aufzeigen, wie man nachhaltig Qualitätsfleisch produzieren kann, und beim Grillwettkampf geht es darum, genau dieses Fleisch bestmöglich zuzubereiten und den Genuss zu zelebrieren», so Daniel Flückiger, Leiter Kommunikation Mutterkuh Schweiz.

Die Kuh, die auf den Grill kommt

Damit aber diese Qualität gewährleistet ist, müssen die Bauern gewisse Standards einhalten, so Flückiger: «Die Kühe müssen im Sommer auf der Weide sein und im Winter in einem Laufstall Bewegung haben. Zudem muss das Kalb bei der Mutterkuh bleiben. Diejenigen Kälber, die dann für das Natura-Beef-Produkt geschlachtet werden, werden mit wenig bis gar keinem Kraftfutter gefüttert. So entsteht zuletzt das Endprodukt, das auf den Grill kommt.»

Das Konzept geht auf. Die Besucherzahlen stimmen, was Daniel Flückiger sehr freut: «Wir erwarten zwischen 15 000 und 20 000 Besucher. Eine genaue Bilanz gibt es jedoch noch nicht, aber bisher sind wir sehr zufrieden und der Aargau ist zudem auch eine sehr freudige Gegend.»

Aber nicht nur Rinder mit ihren Kälbern können an der «beef.ch» besucht werden. Für Unterhaltung ist auch gesorgt. Für die ganz kleinen Tierliebhaber steht ein kleiner Streichelzoo bereit, und wer es etwas wilder mag, darf sich auf einen mechanischen Bullen schwingen und eine Runde Rodeo reiten.

Tausende wollen Schweizer Fleisch brutzeln sehen

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